Berlin-Blankenburg










Jugendredaktion/TRP/MR/19.04.2019
- letzte Aktualisierung / Chefredaktion/14.02.2021

Am heutigen 8. März 2021,
den der Berliner Senat als eine der positiven Errungenschaften des Sozialismus,
den "Internationalen Frauentag",
im Jahr 2019 als einziges Bundesland zum Feiertag erhoben hat,
gedenken wir auch des letzten Toten der Berliner Mauer,
den das sozialistische Regime von SED und MfS zu verantworten hat!

Winfried Freudenberg wurde nur 32 Jahre alt!


Tatort: Kleingartenanlage "Blankenburg" - Schäferstege 20

Was geschah hier vor 31 Jahren, am 08.03.1989, wirklich?
Warum wirkt die Schweigeverpflichtung der Staatssicherheit bis heute?
Wer verhindert seit Jahren hartnäckig ein würdiges Gedenken am Ort des Verbrechens?
Wessen niedere Interessen werden von politischen Netzwerken im Bezirk bis heute geschützt?

Mit den Enthüllungen zum "Fall Erholungsanlage" im Jahr 2021 schließt sich der Kreis
und macht ihn zu einem aktuellen Skandalfall der Aufarbeitung deutsch-deutscher Geschichte!

[ Eine detaillierte Dokumentation folgt in Kürze ]



Winfried Freudenberg - geb. 29.08.1956 08.03.1989


Es war der 8. März 1989 als in den frühen Morgenstunden ein junger Mann aus großer Höhe in den Garten einer Villa in Berlin-Zehlendorf zu Tode stürzte. Mit einem selbstgebauten Gasballon war der 32-jährige Ingenieur im Ostberliner Ortsteil Blankenburg zu seinem Flug über die Mauer aufgestiegen, den er wegen tragischer Umstände nicht überleben sollte. Am Startplatz seiner spektakulären Republikflucht, die in den Akten der Staatssicherheit als "EO = Ereignisort" und "Tatort" bezeichnet wird, hatte er zum letzten Mal lebend den Erdboden berührt. An diesem historischen Ort wollen engagierte Anwohner aus Anlass des 30. Jahrestages des Mauerfalls eine Mahn- und Gedenkstätte für Winfried Freudenberg einrichten, der als der letzte Tote an der Berliner Mauer in die Geschichte eingegangen ist.


Foto links: aus der MfS-Dokumentation vom Ballon-Startplatz am Morgen des 08.03.1989 (Q: BStU)
Foto rechts: die ehemalige Gasreglerstation 30 Jahre danach am Morgen des 08.03.2019 (Q: VABB)



Gedenkfeier für Winfried Freudenberg am 08.03.2019 in der Versöhnungskapelle bei der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße


BStU - Hauptgebäude des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik am Berliner Alexanderplatz





Der Historiker und Journalist Wolfgang Papenbrock (68) vom Vorstand des Vereins "VABB - Vereinte Anwohner von Berlin-Blankenburg e.V." hat die umfangreichen Stasi-Akten zum Fall Winfried Freudenberg von Mai bis September 2019 im Lesesaal der BStU-Behörde eingesehen. Seine Recherchen bilden den Kern einer einzigartigen Dokumentation, die derzeit vom Verein erarbeitet wird und am historischen Originalschauplatz des tragischen Ereignisses vom 8. März 1989 im geschützten Rahmen einer "Mahn-und Gedenkstätte Winfried Freudenberg" als Dauerausstellung veröffentlicht werden soll.


Winfried Freudenbergs Heimatort Lüttgenrode im Harzvorland
(vom ehemaligen Grenzstreifen aus gesehen) am 12.10.2019



Winfrieds Bruder Reinhold Freudenberg (li.) und Wolfgang Papenbrock
(als Vertreter des Vorstands vom Berliner VABB e.V.) am Grab.



Ruhestätte von Winfried Freudenberg
am 12.Oktober 2019



Grabstätte der Familie Freudenberg auf dem Friedhof von Lüttgenrode


TV- und Video-Beiträge:



LINK zum MDR/(FAKT)/Investigativ-Beitrag vom (26. März 2019) 6. November 2020 bei YouTube




LINK zum euronews.-Beitrag vom 7. November 2019 bei YouTube




LINK zum Beitrag der Kanzlerin vom 23. Februar 2019 bei TWITTER


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